Jeden Monat geben unsere Experten einen Überblick über die wichtigsten Markthighlights, analysieren das makroökonomische Umfeld und bieten Einblicke in die Überzeugungen, die unsere Anlagestrategie im Bereich der Schwellenländeranleihen prägen.
Im Juli standen die Spannungen zwischen den USA und dem Iran im Mittelpunkt der Märkte. Gleichzeitig sorgten Unsicherheiten hinsichtlich der Fed, der Finanzierung von KI-Investitionen sowie die hohe Volatilität im Technologiesektor für zusätzliche Belastungen. Die US-Renditen stiegen, insbesondere am langen Ende der Zinskurve, gestützt durch höhere Ölpreise und zunehmende Inflationssorgen.Innerhalb der Schwellenländer profitierte Asien von der Dynamik des Halbleiterzyklus, während die Regionen EEMEA sowie Lateinamerika unter geopolitischen Spannungen und anhaltendem Inflationsdruck litten. Trotz einer Abschwächung der Kapitalzuflüsse verhinderten solide Fundamentaldaten eine stärkere Ausweitung der Spreads, die sich bei Unternehmensanleihen um +3 Basispunkte und bei Staatsanleihen um +9 Basispunkte erhöhten.
Die Zahl des Monats
Südkorea und Taiwan verzeichneten im zweiten Quartal ein stärkeres Wirtschaftswachstum als erwartet. Haupttreiber war die Halbleiterindustrie, die vom Boom der Künstlichen Intelligenz profitiert. Das Wachstum kommt inzwischen nicht mehr nur dem Technologiesektor zugute. Es breitet sich auf weitere Bereiche der Wirtschaft aus und stärkt die Industrieproduktion, den privaten Konsum und das Verbrauchervertrauen. In Südkorea stieg das Verbrauchervertrauen im Juli bereits den dritten Monat in Folge. Auch wenn beide Länder weiterhin von der KI-Nachfrage abhängig sind, wird das Wachstum breiter abgestützt und damit robuster, sodass es nicht mehr ausschließlich auf dem Halbleitersektor beruht.