Jeden Monat geben unsere Experten einen Überblick über die wichtigsten Markthighlights, analysieren das makroökonomische Umfeld und bieten Einblicke in die Überzeugungen, die unsere Anlagestrategie im Bereich der Schwellenländeranleihen prägen.
Die Schwellenmärkte bleiben volatil, doch das Umfeld verbessert sich dank der Entspannung geopolitischer Spannungen, insbesondere durch die Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sowie durch das pro‑EU-Ergebnis der ungarischen Wahlen. Trotz des Konflikts mit dem Iran bleibt die wirtschaftliche Auswirkung begrenzt: PMI-Indikatoren und Aktivitätsdaten zeigen ein robustes Wachstum, getragen von den KI-bezogenen Investitionen in Asien und der Stärke der Rohstoffexporte in Lateinamerika. Die unter Kontrolle stehende Inflation ermöglicht die Fortsetzung expansiver Geldpolitiken, auch in Brasilien. In diesem Umfeld rückläufiger geopolitischer Risiken und solider Fundamentaldaten wurde die Risikotoleranz bei Kredit- und Zinsanlagen erhöht, wobei sich die Spannungen weiterhin nur auf wenige Länder konzentrieren.
Die Zahl des Monats
Das Wirtschaftswachstum in China hat im ersten Quartal 5 % erreicht und damit die Erwartungen übertroffen. Trotz weiterhin geschwächter Haushalte aufgrund des Rückgangs im Immobiliensektor und anhaltender Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt wird die wirtschaftliche Aktivität durch die Stärke der Hightech-Industrie sowie durch dynamische Exporte (+15 %) gestützt. Der Krieg im Iran hat bislang nur begrenzte Auswirkungen und äußert sich vor allem in einem Anstieg des Werts der Importe, bedingt durch höhere Rohstoffpreise und verstärkte Käufe, insbesondere von Kohle zur Lageraufstockung. Dennoch bleiben die chinesischen Behörden vorsichtig: Ein langanhaltender Konflikt könnte die weltweite Nachfrage belasten und die Exporte schwächen, die derzeit der wichtigste Wachstumstreiber sind.