Jeden Monat geben unsere Experten einen Überblick über die wichtigsten Markthighlights, analysieren das makroökonomische Umfeld und bieten Einblicke in die Überzeugungen, die unsere Anlagestrategie im Bereich der Schwellenländeranleihen prägen.
Der Juni blieb für Schwellenländeranleihen günstig, getragen von einer weiteren Einengung der Spreads trotz eines schwierigeren makroökonomischen Umfelds und steigender Renditen von US-Staatsanleihen. Die Geldpolitik und die Wachstumsaussichten blieben uneinheitlich, wobei Volkswirtschaften, die von der Dynamik rund um Künstliche Intelligenz profitieren, sowie einige Ölexporteure eine größere Widerstandsfähigkeit zeigten. Die Verbesserung des geopolitischen Umfelds im Nahen Osten unterstützte zusätzlich die Anlegerstimmung. Vor diesem Hintergrund führten Kapitalzuflüsse in die Anlageklasse zusammen mit soliden Fundamentaldaten von Unternehmen und Staaten zu einer weiteren Verringerung der Spreads: um 6 Basispunkte bei Unternehmensanleihen und um 2 Basispunkte bei Staatsanleihen.
Die Zahl des Monats
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in den Schwellenländern blieb im Juni mit 51,4 Punkten stabil und bestätigte damit das anhaltende Wachstum der Industrieproduktion. Die Spannungen rund um die Straße von Hormus ließen nach, da sich die Ölströme erholten und die Ölpreise sanken. Dies führte zu niedrigeren Produktionskosten und kürzeren Lieferzeiten. Die meisten großen Schwellenländer verzeichneten PMI-Werte über 50 Punkten, was auf eine Ausweitung der industriellen Aktivität hindeutet. Lediglich Indonesien, die Türkei und Polen stehen weiterhin unter Druck. In Indonesien belasten politische Unsicherheit und eine restriktivere Geldpolitik die Wirtschaftstätigkeit. In der Türkei bremst das laufende Desinflationsprogramm das Wirtschaftswachstum. In Polen beeinträchtigt die schwache europäische Nachfrage weiterhin die Industrieexporte.