Aus Angst vor hartnäckigem Inflationsdruck in den Industrieländern preisten die Finanzmärkte im Oktober frühere Zinsanhebungen ein. Daher verflachten sich die Zinskurven deutlich. Die Renditen am kurzen Ende stiegen und das sehr lange Ende sank.

Viele Anleger befürchten, dass die über dem Ziel liegende Inflation die Zentralbanken dazu zwingen wird, trotz des abflauenden Wirtschaftswachstums die Zinsen anzuheben. Wir glauben weiterhin, dass die Inflation temporär ist und die Zentralbanker gegen eine zu starke Einpreisung von Zinserhöhungen an den Märkten vorgehen werden. Kurzfristig machen sich viele Anleger auch Sorgen über die Auswirkungen höherer Rohstoffpreise und von Lieferengpässen auf die Unternehmensgewinne. Die Q3-Ergebnisse übertrafen bisher die Erwartungen, da viele Firmen die höheren Inputpreise auf die Verkaufspreise überwälzen konnten, ohne dass die Verkaufsvolumen stark darunter litten. Unerwartet gute Gewinne, eine Fristverlängerung für die US-Schuldenobergrenze und abnehmende Ängste bez. China führten zu einer neuen Schnäppchenjagd bei Aktien. Dennoch weiteten sich die Kreditspannen leicht aus, da die Zinsvolatilität die Anlageklasse belastete. Ausblickend dürften sich die Kreditspannen seitwärts bewegen. Bei den längerfristigen Zinsen erwarten wir einen moderaten Anstieg und bei den kurzfristigen eine Stabilisierung nach dem jüngsten Anstieg.

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